Schulsprengel


F√ľr die Errichtung, Erhaltung und Auflassung der √∂ffentlichen Pflichtschulen gibt es ein Bundesgesetz, dass nur sogenannte Grundsatzbestimmungen enth√§lt, die von den einzelnen Bundesl√§ndern bei ihren Ausf√ľhrungsgesetzen zu beachten sind. (Pflichtschulerhaltungs-Grundsatzgesetz). Die Ausf√ľhrungsgesetze der L√§nder legen die (weiteren) Vorgangsweisen fest.
Gem. Bundesgesetz besteht die Verpflichtung zur Festsetzung von Schulsprengeln

Jeder Wohnort ist dem Schulsprengel einer Volksschule, einer Neuen Mittelschule, etc zugeordnet.
Aus dem Wohnort des Kindes ergibt sich die Zugeh√∂rigkeit zum Schulsprengel der entsprechenden Pflichtschule. Dabei muss es sich nicht zwingend um den Hauptwohnsitz handeln. Auch ein nur zum Zweck des Schulbesuchs gew√§hlter (Neben-) Wohnsitz des Kindes kann ins treffen gef√ľhrt werden.
Gehört ein schulpflichtiges Kind dem Sprengel der in Betracht kommenden Schule an, so hat es das Recht auf Aufnahme in diese Schule.

Die Aufnahme eines dem Schulsprengel nicht angehörigen Schulpflichtigen kann vom gesetzlichen Schulerhalter der um die Aufnahme ersuchten Schule verweigert werden.
Aber auch die B√ľrgermeisterin/der B√ľrgermeister der Wohnsitzgemeinde hat ein gewichtiges Wort mitzureden. An ihn ist von den Erziehungsberechtigten bis l√§ngstens 31. M√§rz f√ľr das folgende Schuljahr einen Antrag auf sprengelfremden Schulbesuch einbringen.

Entscheidungsgrundlagen sind:

(1) Pers√∂nliche Verh√§ltnisse der Sch√ľlerin/des Sch√ľlers:
z.B. Arbeitsplatz der Eltern, sprengelfremder Schulbesuch von Geschwistern, Bedarf einer besonderen √§rztlichen Betreuung eines Kindes am sprengelfremden Schulort, Nachmittagsbetreuung, die in der eigenen Gemeinde nicht angeboten wird (z.B.ganzt√§gige Schulform, Hort), schwerwiegende psychologische Gr√ľnde
(2) Individuelle Bildungsziele der Sch√ľlerin/des Sch√ľlers:
z.B. Besuch einer Neuen Mittelschule mit musikalischem und/oder sportlichem
Schwerpunkt, spezielle Fachbereiche, die an der Polytechnischen Sprengelschule nicht angeboten werden;
(3) √Ėrtliche Verkehrsverh√§ltnisse und Zumutbarkeit des Schulweges:
z.B. Fahrzeiten, Transportfrequenz, Wegstrecke;
(4) Organisationsform der betroffenen Pflichtschulen:
z.B. Standortsicherung, beengte Raumsituation; Sprengelfremde Schulbesuche sollen nicht zu Klassenverlusten und zus√§tzlichen Klassenteilungen f√ľhren.

Durch die Gemeindezusammenlegungen kommt es nicht ‚Äěautomatisch‚Äú zu einer √Ąnderung / Lockerung der Schulsprengel. Die Sprengelgrenzen bleiben aufrecht.

Eine √Ąnderung eines Schulsprengels kann auf Antrag des gesetzlichen Schulerhalters oder von Amts wegen durch Verordnung der Landesregierung nach Anh√∂rung der beteiligten Gebietsk√∂rperschaften sowie des Landeschulrates erfolgen.

Achtung - vorverlegte Frist f√ľr Antragstellung

Der Antrag ist, abgesehen von begr√ľndeten Ausnahmef√§llen, bis zum Ende Februar f√ľr das folgende Schuljahr bei der Wohnsitzgemeinde einzubringen, welche ohne unn√∂tigen Aufschub jedoch bis l√§ngstens 31. M√§rz √ľber den Antrag zu entscheiden hat.

nächste Seite