Während also bei der Leistungsbeurteilung Möglichkeiten bestehen, von der im Gesetz vorgegebenen Beurteilung durch Noten abzuweichen (Formen der Beurteilung), sind die

Formen der Leistungsfeststellung taxativ aufgelistet und es gibt

keine Ermächtigung für die Schulen zum Zwecke der Leistungsbeurteilung, alternative Formen zu beschließen bzw. weitere Formen anzuwenden.

!!! Schriftliche und mündliche Leistungsfeststellungen, die in ihrer Durchführung und Dauer nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen, können / dürfen einer Jahresbeurteilung nicht zu Grunde gelegt werden.!!!

Formen der Leistungsfeststellung zum Zwecke der Leistungsbeurteilung

§ 3 (1) LBV: Der Leistungsfeststellung zum Zweck der Leistungsbeurteilung dienen:
a) die Feststellung der Mitarbeit der Schüler im Unterricht, (Näheres im § 4)
b) besondere mündliche Leistungsfeststellungen
aa) mündliche Prüfungen, (Näheres in § 5)
bb) mündliche Übungen, (Naheres in § 6)
c) besondere schriftliche Leistungsfeststellungen
aa) Schularbeiten, (Näheres in § 7)
bb) schriftliche Überprüfungen (Tests, Diktate), (Näheres in § 8)
d) besondere praktische Leistungsfeststellungen, (Näheres in § 9)
e) besondere graphische Leistungsfeststellungen. (Näheres in § 10)

Die vom Lehrer jeweils gewählte Form der Leistungsfeststellung ist dem Alter und dem Bildungsstand der Schüler, den Erfordernissen des Unterrichtsgegenstandes, den Anforderungen des Lehrplanes und dem jeweiligen Stand des Unterrichtes anzupassen. ( § 2 Abs. 3 LBV)

Schularbeiten

Schularbeiten müssen bzw. dürfen nur in jenen Gegenständen stattfinden, in denen es der Lehrplan vorschreibt.

Im Lehrplan ist dazu ein Minimum und Maximum für Anzahl und Dauer vorgegeben. Die Festlegung der konkreten Anzahl der Schularbeiten erfolgt durch die jeweilige Lehrerin oder den jeweiligen Lehrer außer es gibt eine Regelung durch schulautonome Lehrplanbestimmungen

!!! Achtung!!!
Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen könnten Schularbeiten in weiteren Gegenständen vorgeschrieben werden oder aus Lehrplänen einzelner Gegenstände gestrichen werden.

Nicht zum Zwecke der Leistungsbeurteilung = Informationsfeststellung

Lediglich bei der Feststellung von Leistungen, die nicht zum Zwecke der Leistungsbeurteilung erfolgen, ist die Wahl der Methode frei

§ 1 Abs.2 LBV:

Feststellungen der Leistungen der Schüler, die dem Lehrer nur zur Information darüber dienen, auf welchen Teilgebieten die Schüler die Lehrziele erreicht haben und auf welchen Teilgebieten noch ein ergänzender Unterricht notwendig ist, sind nicht Gegenstand dieser Verordnung (Informationsfeststellungen).