Kopie bzw. Abschrift der Beilage zur Anfragebeantwortung, da das Dokument auf der Homepage des LSRs nicht auffindbar:

An das
Amt der steiermÀrkischen Landesregierung
Abteilung 6
Stempfergasse 4
8010 Graz
abtellung6@stmk.gv.at

GZ.: : lVMu20/1-2013

Kooperation von Schule und Musikschule;

do. GZ.: ABT0 6-0S.00-1 /2O13-2S2 vom10.1.2013

Sehr geehrte Damen und Herren!

Die Kooperation von Pflichtschulen stellt sich weniger als schulrechtliches sondern im Hinblick auf die Mitverwendung von Musikschullehrer/innen und die "Fondlösung“ mehr als dienstrechtliches und budgetĂ€res Problem dar. Der Personalabteilung fĂŒr Landeslehrer der pĂ€dagogischen Abteilung fĂŒr allgemeinbildende Pflichtschulen und dem
Fachinspektor fĂŒr Musik wurde die Möglichkeit zur Stellungnahme eingerĂ€umt.

Die ho. Personalabteilung fĂŒr Landeslehrer hat von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht und hĂ€lt dazu im Wesentlichen fest, dass das geltende Dienstrecht der Lehrer an Pflichtschulen die Anstellung von MusikschullehrkrĂ€ften nicht zulasse.
DarĂŒber hinaus mĂŒssten vom Land Steiermark zusĂ€tzliche Dienstposten geschaffen werden, Die gewĂŒnschten Dienstposten sind aus dem Dienstpostenplan kaum erwirtschaftbar. Teamteaching im Unterrichtsgegenstand Musik ist rechtlich nicht vorgesehen, Die gleiche Problematik gibt es bei den Native Speakern. Eine etwaige Mitverwendung eines Musikschullehrers an einer Pflichtschule ist auch eine Frage des Dienstrechts der Musikschullehrer, die, sofern die Gemeinden Schulerhalter der Musikschulen sind, ĂŒblicherweise Gemeindebedienstete sind.

Aus schulrechtlicher Sicht lestt anzumerken, dass nach derderzeitigenen Rechtslage Musikschullehrer/innen außenstehende Personen bzw.schulexternerExpertenrten“ sind, die von den unterrichtenden Lehrern und Lehrerinnen in eigener pĂ€dagogischer Verantwortlichkeit in Unterrechtsarbeitbeit gemĂ€ĂŸ § 17 Sceingebundennden werden können. Wie bereits das ĂŒbermittelte Konzeptpapier festhĂ€lt, ist die Anwendung des § 44a SchUG fĂŒr Musikschullehrer/innen unpassend, weil diese Bestlmmung keĂ­ne UnterrichtstĂ€tigkeit im weitesten Sinne inkludiert, sondem lediglich auf dle
Beaufsichtigung von SchĂŒlern und SchĂŒlerinnen abstellt.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen


FĂŒr den AmtsfĂŒhrenden PrĂ€sidenten:
HR Mag, Wippel

Graz, am 01. Februar 2013