Ma├čnahmen zur Erf├╝llung der Schulpflicht

F├╝nf-Stufen-Plan

K├╝nftig werden bei Schulpflichtverletzungen in einem f├╝nfstufigen Verfahren

Hintergr├╝nde und Ursachen daf├╝r ergr├╝ndet und Unterst├╝tzungsma├čnahmen f├╝r die regelm├Ą├čige Teilnahme am Unterricht angeboten. Um Schulpflichtverletzungen schon im Vorfeld zu verhindern,┬áwird zu Beginn jedes Schuljahres eine Vereinbarung ├╝ber Kommunikation und Verhaltensweisen zwischen Sch├╝lerinnen/Sch├╝lern und den Klassenlehrerinnen/Klassenlehrern oder den Klassenvorst├Ąndinnen/Klassenvorst├Ąnden erarbeitet. Bei Vorliegen einer wiederholten Schulpflichtverletzung (f├╝nf unentschuldigte Fehltage in einem Semester bzw. 30 unentschuldigte Fehlstunden in einem Semester bzw. drei aufeinanderfolgende unentschuldigte Fehltage)┬áwird das klar definierte f├╝nfstufige Verfahren in Gang gesetzt.┬áWird seitens der Klassenlehrerin/des Klassenlehrers zu einem fr├╝heren Zeitpunkt Handlungsbedarf zur Vermeidung von Schulpflichtverletzung gesehen,┬ákann das Procedere auch schon davor in Gang gesetzt werden, um die Ursachen f├╝r Schulpflichtverletzungen m├Âglichst fr├╝hzeitig und pr├Ąventiv zu beseitigen.
Beteiligte Personen
Handlungsleitend┬áwird zun├Ąchst die Klassenlehrerin/der Klassenlehrer oder die Klassenvorst├Ąndin/der Klassenvorstand, bei nicht ausreichendem Erfolg in weiterer Folge die Schulleiterin/der Schulleiter und schlie├člich die zust├Ąndige Beamtin/der zust├Ąndige Beamte des Qualit├Ątsmanagements (Schulaufsicht) sein. Bei jedem der Schritte┬áwird darauf abgezielt, die Ursachen zu eruieren und geeignete Ma├čnahmen mit der Sch├╝lerin/dem Sch├╝ler und den Erziehungsberechtigten zu vereinbaren, die nach einer definierten maximalen Beobachtungszeit auf Wirksamkeit ├╝berpr├╝ft werden. Bei Anhalten des Problems werden┬áSch├╝lerberaterinnen/Sch├╝lerberater und Schulpsychologinnen/Schulpsychologen bzw. bei Bedarf und wo vorhanden auch Beratungslehrerinnen/Beratungslehrer, Schulsozialarbeiterinnen/Schulsozialarbeiter und Jugendcoaches hinzugezogen.
Vorgehen bei Erfolglosigkeit der Ma├čnahmen
Wenn durch die von der Schule und der Schulbeh├Ârde gesetzten Ma├čnahmen kein Erfolg erzielt wird und der Verdacht der Kindeswohlgef├Ąhrdung vorliegt,┬áwird durch die zust├Ąndige Beamtin/den zust├Ąndigen Beamten des Qualit├Ątsmanagements eine Meldung an den zust├Ąndigen Jugendwohlfahrtstr├Ąger erfolgen. Falls durch diese Interventionen seitens der Schule und der daraus abgeleiteten Unterst├╝tzungsma├čnahmen kein Erfolg erzielt wird,┬ámuss die Schulleiterin/der Schulleiter dies bei der zust├Ąndigen Bezirksverwaltungsbeh├Ârde anzeigen.
Erh├Âhung der Verwaltungsstrafe
F├╝r den Fall der Nichtwirksamkeit der angebotenen und vereinbarten Ma├čnahmen┬áist von der┬áBezirksverwaltungsbeh├Ârde k├╝nftig eine Geldstrafe bis zu 440 Euro statt bisher bis zu 220 Euro zu┬áverh├Ąngen.
Verarbeitung der Daten ├╝ber die Verletzung der Schulpflicht
Es wird┬ádie M├Âglichkeit geschaffen, relevante Informationen ├╝ber Schulpflichtverletzungen j├Ąhrlich umfassend zu erheben und zu analysieren.
Inkrafttreten
Inkrafttreten 1. September 2013