NMS-Schulautonome Lehrplanbestimmungen

Die Erlassung schulautonomer Lehrplanbestimmungen obliegt dem Schulforum bzw. dem Schulgemeinschaftsausschuss (SGA). (SchOG §6 Abs.3)
Das Schulforum bzw. der SGA darf derartige Beschl√ľsse nur fassen, wenn mindestens zwei Drittel der Klassenelternvertreter und mindestens zwei Drittel der Lehrervertreter anwesend sind, bzw. im SGA zus√§tzlich mindestens zwei Drittel der Sch√ľlervertreter.
Ein entsprechender Antrag gilt nur dann als angenommen, wenn mindestens zwei Drittel der anwesenden stimmberechtigten Klassenelternvertreter UND mindestens zwei Drittel der anwesenden stimmberechtigten Lehrervertreter UND im SGA √ľberdies mindestens zwei Drittel der Sch√ľlervertreter f√ľr den Antrag stimmen. Keine Kurie kann somit die andere √ľberstimmen. (SchUG ¬ß63a Abs.12 letzter Satz bzw. ¬ß 64 Abs.11 letzter Satz)

Durch schulautonome Lehrplanbestimmungen werden Möglichkeiten eröffnet:
Der Lehrplan er√∂ffnet besonders gekennzeichnete Freir√§ume, f√ľr deren Nutzung schulautonome Lehrplanbestimmungen erforderlich sind. Auszugehen ist von den spezifischen Bedarfs- und Problemsituationen in einzelnen Klassen oder an der gesamten Schule. Die Nutzung von Freir√§umen im Rahmen der Schulautonomie soll sich nicht in isolierten Einzelma√ünahmen ersch√∂pfen, sondern erfordert ein auch auf die Bed√ľrfnisse der Sch√ľlerinnen und Sch√ľler ausgerichtetes Gesamtkonzept. Dies ist in einer sachlich fundierten Auseinandersetzung, in die grunds√§tzlich alle am Schulleben Beteiligten einzubeziehen sind, unter Ber√ľcksichtigung der r√§umlichen, ausstattungsm√§√üigen und personellen Standortbedingungen sicherzustellen. Die schulautonomen Lehrplanbestimmungen haben den zur Verf√ľgung stehenden Rahmen an Lehrerwochenstunden und die M√∂glichkeiten der r√§umlichen und ausstattungsm√§√üigen Gegebenheiten der Schule zu beachten.

-Umwandlung von Freigegenständen bzw. unverbindliche Übungen in Pflichtgegenstände

-Einf√ľhrung zus√§tzlicher Pflichtgegenst√§nde
Soweit schulautonom Unterrichtsgegenst√§nde eingef√ľhrt werden, die in diesem Lehrplan nicht enthalten sind, m√ľssen die schulautonomen Lehrplanbestimmungen neben Lehrstoffumschreibungen auch Bildungs- und Lehraufgaben und didaktische Grunds√§tze enthalten.
Wenn Unterrichtsgegenst√§nde mit f√§cher√ľbergreifendem Charakter geschaffen werden, kann es - um Stoffwiederholungen zu vermeiden - erforderlich sein, Teile aus den Kernbereichen bestehender Unterrichtsgegenst√§nde in diese Unterrichtsgegenst√§nde zu verlagern. In den schulautonomen Lehrplanbestimmungen sind diese Verlagerungen auszuweisen

-Zusammenlegen von Unterrichtsgegenständen.

-Erhöhung/Verringerung der Stundenzahl bestehender Pflichtgegenstände
Wird schulautonom das Stundenausma√ü f√ľr einen bestehenden Unterrichtsgegenstand im Vergleich zur subsidi√§ren Stundentafel erh√∂ht, sind jedenfalls die Lehrstoffe und gegebenenfalls die Bildungs- und Lehraufgabe sowie die Didaktischen Grunds√§tze entsprechend zu erg√§nzen. Wenn durch schulautonome Lehrplanbestimmungen die Stundenanzahl eines Pflichtgegenstandes bzw. einer verbindlichen √úbung reduziert wird, geht dies zu Lasten des Zeitbudgets f√ľr den Erweiterungsbereich. Eine Verlagerung von Teilen des Kernbereiches in andere oder neue Pflichtgegenst√§nde oder in eine andere Schulstufe desselben Unterrichtsgegenstandes ist m√∂glich, im Falle einer zeitlichen Reduktion von mehr als einem Drittel verpflichtend.

-Anzahl und Dauer von Schularbeiten.

√Ąnderungen d√ľrfen nur in dem vom zust√§ndigen Bundesminister vorgegeben Rahmen erfolgen. Dieser Rahmen ist im Vierten Teil des Lehrplans zu finden :"Erm√§chtigung f√ľr schulautonome Lehrplanbestimmungen" bzw. im Dritten Teil ‚ÄěLeistungsfeststellung‚Äú