NMS - Präambel

Aus: Richtlinien f√ľr die NMS-Entwicklungsarbeit

Leistungsbeurteilung kann in der NMS nicht isoliert betrachtet werden, da Lernen und Leisten in engem Kontext zu sehen sind.

Die NMS ist eine Leistungsschule. Schulische Leistung in der NMS orientiert sich am Erwerb von Kompetenzen.

Leistungsbeurteilung ist eng verkn√ľpft mit der Gestaltung des Lernens.

Neues Lernen verlangt eine Unterrichtsgestaltung, in der die Lernenden in hohem Maße selbsttätig und selbstständig lernen, ihr Lernen regelmäßig reflektieren.

Neues Lernen verlangt eine bestimmte Haltung und Denkweise, eine Orientierung an den St√§rken bzw. eine neue Fehlerkultur (Fehler sind im Lernprozess unverzichtbar; sie sind die wichtigsten Lernmomente) und eine andere Praxis, die sich im personalisiertem Lernen und der Art der Differenzierung zeigt ‚Äď in der aber auch formative Leistungsbewertung und eine dokumentierte Lernerfolgsr√ľckmeldung einen hohen Stellenwert hat.

In diesem Zusammenhang sei daher auf das in der NMS-Entwicklungsbegleitung dargelegte Konzept des Lerndesigns verwiesen.

Lerndesign f√ľhrt nachweislich zu besseren Lernergebnissen, weil die langfristigen Transferziele durch authentische Probleml√∂sungsaufgaben im Vordergrund stehen.
Der Unterricht wird r√ľckw√§rts von diesen Aufgaben gestaltet, damit das langfristige Ziel der eigenst√§ndigen Kompetenz die Planung steuert.

Lerndesign verlangt fundierte Fachkompetenz und stärkt die Qualität in der Leistungsbeurteilung. Es ermöglicht authentisches (statt schulisches) Lernen im Sinne der "neuen Lernkultur".
Es geht davon aus, dass die Lehrperson der wichtigste Faktor f√ľr das Lernen der Kinder und
f√ľr die Gestaltung des Unterrichts verantwortlich ist.

Die nachfolgenden Regelungen sind vor diesem Hintergrund zu sehen.