Die ├ľsterreichische Schulschrift

Der Lehrplan der Volksschule stellt es frei, ob Blockschrift oder Schulschrift, auch Schreibschrift genannt, f├╝r den Erstschreibunterricht herangezogen wird.

Festgelegt ist jedoch, dass die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler bis zum Ende der 2. Schulstufe
"... Buchstaben, Ziffern und Zeichen in einer der ├ľsterreichischen Schulschrift angen├Ąherten Form aus der Vorstellung schreiben k├Ânnen...".

Seit dem Schuljahr 1995/96 gibt es 2 Arten der Schulschrift:

├ľsterreichische Schulschrift 1969

├ľsterreichische Schulschrift 1995

Beide Schriftvorlagen sind nicht als verbindliche Normen sondern als "Richtalphabete" f├╝r den Anfangsunterricht zu verstehen.

Buchstaben, Ziffern und Zeichen sollen laut Lehrplan von den Sch├╝lerinnen und Sch├╝lern am Ende der zweiten Schulstufe in einer der jeweiligen Vorlage "angen├Ąherten Form" geschrieben werden k├Ânnen.

Wesentlich ist, dass die Buchstaben- und Ziffernformen eindeutig und klar sowie leicht zu schreiben sind. Bei Einhaltung dieser Kriterien sind

Auch individuelle, von den Kindern ausgehende, Ausformungen der Schrift zul├Ąssig.

Das Ziel ist eine gut lesbare und fl├╝ssige Handschrift,

wobei die beiden Vorlagen der "├ľsterreichischen Schulschrift" (1969, 1995) nur als Richtformen f├╝r den Anfangsunterricht in der 1. und 2. Schulstufe zu verstehen sind.

In den folgenden Schuljahren sollen sich die Sch├╝lerinnen und Sch├╝ler ihre pers├Ânliche, gut lesbare und fl├╝ssige Handschrift aneignen.


F├╝r den gesamten Bereich "Schulschrift" gilt das Prinzip weitgehender Offenheit. Es bestehen Freir├Ąume bei der Wahl der Buchstaben- und Ziffernformen, der Schriftgr├Â├če, der Lineatur und der Schriftneigung.


Je nach Schreibverm├Âgen des Kindes k├Ânnen einzelne Buchstaben der alten Schulschrift g├╝nstiger sein und zu besserer Lesbarkeit der Handschrift f├╝hren. Es ist nicht erforderlich, dass alle Kinder einer Klasse dieselben Buchstaben- und Ziffernformen verwenden. Auch eine ÔÇ×MischungÔÇť von Buchstaben nach alter und neuer Schreibung m├╝sste erm├Âglicht werden.