So war der Start ins neue Schuljahr

Ergebnisse der Umfrage zur Unterrichtsdauer

Im Elternbrief vom September 2009 haben wir die gesetzlichen Grundlagen zusammengefasst, die sicherstellen sollen, dass bereits in der ersten Schulwoche ein geregeltes, lehrplankonformes Unterrichtsprogramm stattfindet.

Unterrichtszeit ist wertvoll und unsere Kinder haben ein Recht auf Unterricht. Wir Erwachsenen, Eltern und Lehrpersonen, mĂŒssen dafĂŒr sorgen, dass Kindern dieses Recht nicht nur eingerĂ€umt wird, sondern dass sie es auch zu schĂ€tzen wissen.

Unsere Umfrage zur Unterrichtsdauer an Volks- und Hauptschulen hat reges Echo gefunden. Viele Obleute haben uns eine Auflistung der Unterrichtsstunden je Wochentag ĂŒbermittelt. Herzlichen Dank dafĂŒr!
Der Befund aus unseren Bezirkstreffen, veröffentlicht im Elternbrief Nov./Dez. 08, könnte hier unverÀndert abgedruckt werden.
Immer noch gibt es zu viele Schulen, die sehr lax mit dem Unterricht beginnen:

Volksschulen, mit nur 9 Stunden (1.Kl.) bzw. 13 Stunden Gesamtunterrichtszeit, sind noch immer zu finden. Das ergibt einen Fehlbetrag zwischen 10 und 14 Stunden!

10 % der RĂŒckmeldungen aus Volksschulen weisen fĂŒr die 1. Klassen eine Unterrichtsdauer von 11 Stunden oder darunter aus.

30 % der RĂŒckmeldungen kamen aus Volksschulen mit weniger als 14 Stunden Unterricht in der ersten Schulwoche.

25 % der RĂŒckmeldungen immerhin kamen aus Volksschulen mit mindestens 17 Stunden Unterricht. Das ist nahezu das volle Programm (lehrplanmĂ€ĂŸig vorgesehen: 22 bzw. 23 Wochenstunden).

Aus Hauptschulen war die Anzahl der RĂŒckmeldungen deutlich geringer, sodass prozentuelle Zusammenfassungen nicht getroffen werden kann.

Dass es noch immer Hauptschulen geben kann, die in der ersten Woche nur 13 – 16 Stunden Unterricht abhalten, soll jedoch nicht unerwĂ€hnt bleiben (lehrplanmĂ€ĂŸig vorgesehen: durchschnittlich 30 Wochenstunden).

Eine große „Schwachstelle“ ist noch immer die Organisation im Zusammenhang mit Schulgottesdiensten:
65 % der beteiligten Schulen hatten „nur Gottesdienst“ oder „Gottesdienst plus 1 Stunde Unterricht“.
Das ist ein Zustand, der hartnĂ€ckig verteidigt wird. Aus dem Recht der Kinder, fĂŒr Gottesdienst bzw. religiöse Übungen fĂŒr einen ganzen Unterrichtstag freigestellt zu werden, leiten viele Schulen noch immer ab, dass am Tag des Gottesdienstes quasi unterrichtsfrei ist auch wenn zur Teilnahme nur 1 Stunde Freistellung erforderlich wĂ€re.


Wir haben diese Ergebnisse im Elternbeirat den Verantwortlichen des Landesschulrats prĂ€sentiert. ZukĂŒnftig wird im Rahmen der Schulinspektionen die Unterrichtsdauer in den Schulwochen an den „RĂ€ndern des Unterrichtsjahres“ ĂŒberprĂŒft werden.